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Manga-Kultur in JapanDer größte Reichtum der Manga-Kultur blüht für uns im Verborgenen. Obschon das Interesse an den Comics auch in Europa immer mehr zunimmt und demnach auch renommierte Verlage sich an Publikationen der charakteristischen Zeichnungen wagen, ist das kein Vergleich zu dem Stellenwert, den Mangas in der japanischen Gesellschaft haben. Dort gibt es Mangas für jede Alters- und Interessengruppe, spezielle Serien für Jungen und Mädchen, für kleine Kinder ebenso wie für Erwachsene. Gerade letztere haben in Europa zum Teil für nicht unerhebliches Aufsehen gesorgt, da sie sich - ganz im Gegensatz zu dem, was hier geläufig mit Comics assoziiert wird - auch mit entsprechend "erwachsenen" Themen beschäftigen. Kann man in einen Disney-Film bedenkenlos mit der ganzen Familie gehen und bleiben Superman und seine Gefährten zumeist auch im hautengen Kostüm wunderbar geschlechtslos, so findet sich in entsprechenden Mangas nicht nur die explizite Darstellung von Gewalt, sondern auch von Erotik und hartem Sex. Obschon diese Sparte den Mangas teilweise ein anrüchiges Image bescherte, macht sie jedoch nur einen kleinen Teil der gesamten Bandbreite aus, denn die japanische Comicproduktion übersteigt die amerikanische oder europäische an Auswahl und Auflage bei Weitem. Der hohe Output ist teilweise auf die extremen Arbeitsbedingungen der japanischen Zeichner zurück zu führen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Schaffer der Mangas in Wohngemeinschaften zusammen leben und täglich quasi aus dem Bett direkt an den Zeichentisch fallen, wo sie die nächsten zwölf Stunden verbringen, nur unterbrochen von kurzen Essenspausen. Die Mangas werden zumeist - ähnlich wie eine Tageszeitung - auf billigem Papier und in Schwarzweiß produziert. Ebenfalls wie eine Zeitung werden diese Hefte oder auch umfangreichen Comicbücher nach einmaligem Lesen meist weggeworfen. Nur die aufwändigeren Sammelbände - Tankobons genannt - mit besserer Papierqualität und einzelnen Farbseiten, gehören zu den Sammlerstücken. |
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Umstandsmode |
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